Geschichte - Errichtung der Siedlungshäuser -   Hohlblocksteine erleichterten den Hochbau           von Hans-Joachim Koepp Der Trümmerschutt Kleves wurde auf dem Großen Markt mit einer Rüttelglocke zertrümmert. Den  so gewonnenen Rohstoff nutzte die Firma Schneider & Klippel für die Herstellung großformatiger  Schlackenbeton-Hohlblocksteine. Die Hohlblocksteine aus Trümmerschutt wurden für den Kellerbau  und anfangs für die Schornsteine genommen. Nachdem die ersten Bauernhäuser bezogen wurden,  stellte sich heraus, das die Hohlblocksteine der Schornsteine auch einen gewissen Anteil an  Holzreste enthielten und leicht Feuer fingen. Sie mussten daher wieder abgebrochen und aus  anderem Steinmaterial erneuert werden.   Der Oberbau der Siedlerhäuser wurde aus schwarzen Hohlblocksteinen errichtet, die aus Bims und  Hüttenschlacke hergestellt waren. Diese Steine bezog Schneider & Klippel aus dem  Industriegebiet. Zum Teil produzierte auch die Firma Ebben & Co. aus Kleve die schwarzen  Hohlblocksteine. Die Außenwände wurden erst ab Herbst 1950 bis 1951 von der Firma Heinrich  Willems aus Kevelaer verputzt, so dass sämtliche Siedlungshäuser in der Anfangszeit schwarz  waren. Mit diesen Hohlblocksteinen konnte die Arbeitszeit für die Errichtung des Mauerwerkes  erheblich reduziert und die Wärmedurchlässigkeit der Wände vermindert werden.