Geschichte - Kultivierung der Böden   von Hans-Joachim Koepp Nach dem Roden der Baumreste und Wurzelstöcke planierten Raupen mit bis zu drei Meter breitem  Schild die Fläche. Einige alte Erdwälle, die alte Hütungsrechte des Reichswaldes markierten, mussten  beseitigt werden. Bei der Planierung der gesamten Siedlungsfläche kam auch eine vom Traktor  gezogene T-Trägerschleppe von 2 bis 3 t Gewicht und 5 m Breite zum Einsatz. Das gute Einebnen der  Fläche war Voraussetzung für die nachfolgende Pflugarbeit.   Nach den Räumkolonnen brachen acht schwere Rodepflüge mit einem Spezial-Einschargerät das  Land, das zum Teil mit mannshohem Farn durchsetzt war, etwa 20 bis 22 cm tief um. Die Pflugarbeiten  erfolgten in der Hauptsache von der Firma H. J. Breuer Söhne aus Palmersheim.     Der Umbruch war eine wichtige Arbeit und musste sorgfältig von erfahrenen Arbeitern, die  landwirtschaftliche Kenntnisse hatten, durchgeführt werden, damit sich keine Hohlräume in der  Erdkruste bildeten, die sich bei Trockenheitsperioden nachteilig für die Kulturen auswirkten. Der  Einscharpflug schaffte gelegentlich nahezu fünf Morgen täglich.   Anschließend wurde die Pflugfurche mit einer schweren Scheibenegge, die eine leichte Eisenschleppe  hinter sich herzog, getellert und der Boden für die erste Düngung vorbereitet.