Geschichte - Kultivierung der Böden   von Hans-Joachim Koepp Die Scheibenegge zerschnitt und krümelte die obere Bodenschicht. Dieser Arbeitseinsatz kostete je  ha 120 DM. Der nächste Arbeitsschritt war die Düngung des Waldbodens im Frühjahr 1949 und  1950 durch vier Arbeiter der Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft Hau. Hierfür  waren zwei von Traktoren gezogene 3,50 Meter breite Düngerstreuer im Einsatz. In diesen 16  Monaten wurden 200 Waggons gemahlener Branntkalk, 40 Waggons Thomasmehl und 20  Waggons Kali auf das Land aufgebracht. Die Kosten für die Düngung betrugen je ha etwa 162 DM.  Nach der ersten Grunddüngung von 20 dz Kalk, 2 dz Kali und 4 dz Thomasmehl je ha erfolgte  nochmals zur Vorbereitung der Bestellung  des Feldes die Bearbeitung mit der Scheibenegge.      Die Rheinische Post berichtete am 1. November 1949 über den Fortgang der Kultivierungsarbeiten in der Reichswaldsiedlung. Danach waren inzwischen 500 ha Waldfläche kultiviert und davon über 300 ha Boden mit Saatgut bestellt worden. Die Flächen wurden zweimal mit der Scheibenegge bearbeitet, abgeschleppt und gewalzt. Anschließend erfolgte der Einsatz mit der Drillmaschine. Vom 25. August bis 5. September 1949 wurde  auf einer Fläche von 150 ha  italienisches Reihgras und in der Zeit vom 20. September bis 26. Oktober auf weiteren 220 ha Fläche Winterroggen eingesät. Die Roggenernte fiel über Erwarten gut aus.