gute Wachstumsbedingungen. Im Frühjahr 1950 erfolgte auf diesen Flächen nach der Ernte die
erste Stickstoffdüngung. Anschließend brachte die Siedlungsgesellschaft vom 15. März bis 6. April
1950 hier Gelbhafer ein. Der Hafer brachte in den Folgejahren auch nennenswerte Ergebnisse.
Weizen und Gerste wurde 1949 noch nicht angebaut, da sich diese Getreidearten als Erstfrucht auf
Neuland nicht eigneten. Erst im Wirtschaftsjahr 1950/51 wurden diese Getreidesorten
versuchsweise mit reichlicher Düngerzugabe angebaut. Das Ergebnis war annehmbar. Für die
Getreideernte wurden Bindemäher, Grasmäher mit Handablage und Sensen eingesetzt.
Die Halmfrüchte mussten vom Felde weg gedroschen oder in Mieten gefahren werden, da es an
Scheunen fehlte. Probleme hatte man noch mit der Lagerung des Korns, da noch nicht genügend
Schüttböden zur Verfügung standen. Die Ernte im Frühjahr 1950 wurde auf die Siedler
anteilsmäßig aufgeteilt. Im späten Herbst 1950 war die eigentliche Kultivierungsarbeit der Böden
vollendet.