Geschichte - Erste landwirtschaftliche Erträge auf dem   ehemaligen Waldboden           von Hans-Joachim Koepp Der Ackerbau musste in den ersten Jahren auf die Bodenverhältnisse der Rodungsfläche  angestimmt werden. Der Boden war noch stark durchwurzelt, zudem durch die langjährige  forstliche Nutzung versauert und wies Nährstoffmängel auf.     Die Herbstsaat lief zeitig und gut aus. Das üppige Gras konnte bereits im ersten Winter durch  Schafe und Rinder kurz gehalten werden. Der kräftige Farn erstickte in der Saat. Weil die Aussaat  des Saatgutes als Gemeinschaftsprojekt erfolgte, wurden die Früchte anteilsmäßig auf alle Siedler  verteilt.     Im ersten Jahr gab in einzelnen Siedlungen nur Felder mit Roggen und Reihgras oder Hafer und  Kartoffeln. Deshalb konnten die Siedler anfangs noch nicht auf eigenem Ackerland schaffen. Die  Siedler bekamen ihre zu bearbeitenden Flächen an drei bis vier verschiedenen Stellen zugewiesen.  Das hatte den Nachteil, dass die Neubauer das Nachbarland nicht so sorgfältig bearbeiteten und  mit Düngemitteln versahen wie den eigenen Acker.