Geschichte
- Erste landwirtschaftliche Erträge auf dem
ehemaligen Waldboden
von Hans-Joachim Koepp
Erst im Anbaujahr 1950/51 hatten die Landwirte die Ackerflächen ihrer Siedlerstelle eigenhändig
bewirtschaften können.
Im Frühjahr 1950 erhielten die Siedler zur Versorgung des Viehs Futterrüben- und
Steckrübensamen. Die Futterrübenernte fiel 1950 schlecht aus. Viele Pflanzen bekamen den
Wurzelbrand, weil der Acker noch zu roh und der Kalkgehalt zu gering war.
Dank reichlicher Düngung fiel die Ernte im Folgejahr befriedigender aus. Das Hauptgewicht zur
Deckung des Winterfutterbedarfs wurde 1950 und 1951 auf die Steckrüben gelegt. Die Steckrübe
ist eine sehr anspruchslose Kulturpflanze und brachte auch dank der regnerischen Witterung eine
recht beachtliche Ernte.
Auf weiteren schon vorbereiteten, aber noch ungeteilten Flächen wurden vom April bis Mai 1950
Saatkartoffeln, die aus der Lüneburger Heide kamen, gesetzt und Rübensamen eingesät, so dass
bereits im Sommer/Herbst 1950 die erste Ernte eingebracht werden konnte.