Geschichte - Neuordnung der Kommunalgrenzen für das   Siedlungsgebiet von Hans Joachim Koepp Die Siedler von A hatten im Rahmen einer Abstimmung zu 95 Prozent für den Anschluss an Pfalzdorf  gestimmt, weil sie wegen der kirchlichen Bindung der Siedlung an Pfalzdorf und wegen des  Bahnhofes und der Molkereigenossenschaft mehr Beziehungen dorthin hatten. Allerdings waren  weder die Kommunalverwaltung Asperden noch Pfalzdorf bereit, Gebietsverluste hinzunehmen und  bemühten sich im gleichen Maße um die Eingliederung der Reichswaldsiedlung A in ihr  Kommunalgebiet.     An der entscheidenden Tagung des Kreistages Anfang November 1950 nahmen Sprecher von  Asperden und Pfalzdorf teil, um mit sachlichen Argumenten den Kreistag zu überzeugen. Die  Abgeordneten Peter Janssen, Pfalzdorf, und Freiherr von Loe, Asperden, erwiesen sich beide als  gute Anwälte der von ihnen zu vertretenden Gemeinden. Trotz der ausdrücklich bestimmten  Entschädigung in Geld ist es für Pfalzdorf schmerzlich, auf Jahrhunderte altes Gebietseigentum  verzichten zu müssen. Andererseits konnte sich die überwiegende Mehrheit des Kreistages, wie das Ergebnis der geheimen Abstimmung ergab, nicht dazu entschließen, die Gemeinde Asperden, die  1936 die Ortschaft Grafwegen an Kranenburg abtreten musste und dann nach Kriegsende in den  Gemeinden Hassum und Hommersum eine Gebietsfläche von rund 1000 ha an Holland verlor,  nochmals durch Landwegnahme zu schwächen und in seiner Existenz zu gefährden. Zum Vergrößern bitte Bild anklicken!