Geschichte
- Die Geschichte der
Paul-Gerhardt-Volksschule Nierswalde
von Hans-Joachim Koepp
Die Geschichte der evangelischen Volksschule begann am 1. September 1950 mit der
behelfsmäßigen Einrichtung in der ehemaligen Wohnbaracke der Rodungsarbeiter und endete
bereits 22 Jahre später als Grundschule im 1952 errichteten Schulgebäude im Ortskern. Die Schule
wurde Opfer der Schulreform.
In der kurzen Zeit des Bestehens dieser Schule war diese Einrichtung ein wichtiger Bestandteil der
Gemeinde Nierswalde. Vermutlich war die Volksschule sogar das wichtigste Bindeglied zur
Förderung der Gemeinschaft innerhalb des Ortes. Die Eltern der Schulkinder kamen aus Ost- und
Westpreußen, aus Pommern, Schlesien und dem Warthegau, aus dem Sudetenland und
Siebenbürgen, aus Mitteldeutschland und dem Rheinland, aus dem Baltikum, aus Holland und dem
Saarland.
Die Kinder halfen beim Zusammenwachsen der neuen Gemeinschaft. In der Schule waren sie keine
Ost- oder Westdeutschen, sondern einfach nur die Reichswaldkinder! Die Kinder hatten alle die
gleiche neue Heimat, in der sie bereits früh mit ihren jungen Händen die Eltern entlasten und bei der
Aufbauarbeit mithelfen mussten.