Geschichte
- Stubbenquartiere und
Verschwelungsanlage
Texte und Bilder wurden von Hans-Joachim Koepp zur Verfügung gestellt
Die Stubbenquartiere konnten auch nicht einfach verbrannt werden. Die Waldbrandgefahr und die
Rauchentwicklung wäre zu groß gewesen. Deshalb entstand im Jahre 1950 auf Anregung des
Prokuristen Franz Bähr auf dem Grundstück des Siedlers Rudolf Thamm, Dr. Franken-Straße,
zunächst eine Versuchs-Schwelanlage.
Später wurde hier das Depot des Kreis-Straßenbauamtes eingerichtet. Nachdem sich das
Verschwelungsverfahren bewährt hatte, wurden insgesamt 24 Öfen mit Eigengaserzeugung in der
Verschwelungsanlage errichtet. Das bei der Verschwelung anfallende Gas wurde wiedergewonnen
und diente zur Befeuerung der Anlage, bei deren Betrieb es häufig zu Bränden kam.
Wegen der Kaninchen- und Fuchsplage galt es, die Stubbenhaufen schnellstmöglich zu beseitigen.
Durch Akkordarbeit und verstärkten Maschineneinsatz gelang es, den geplanten Arbeitszeitraum von
fünf Jahren um zwei Jahre zu verringern. An den Stapelplätzen wurden die Wurzelstöcke durch eine
Spezialmaschine in handliche Stücke gespalten, die sodann durch einen Hackrotor zerkleinert
wurden. In der Verschwelungsanlage entstanden aus dem kienhaltigen Wurzelwerk kommerziell im
Laufe von drei Jahren 550 Tonnen Nadelholzteer, 1.400 Tonnen hochgeglühte harte Holzkohle und
Terpentin.
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